Projektangebote – Modulübersicht

M 1 Mentoring

Die individuelle Begleitung durch freiwillige Mentor/innen ist besonders integrationsfördernd. Die jungen Geflüchteten fühlen sich in der neuen Heimat besser angenommen, schließen Kontakte zu den Bewohner/innen und tauschen sich mit ihnen aus. Für die intensive Begleitung der jungen Geflüchteten (Mentees) werden unsere ehrenamtlichen Mentor/innen durch interkulturelle Schulungen, Beratungen und Informationsveranstaltungen laufend unterstützt. Ein oder mehrere Mentor/innen betreuen einen Mentee. Im Matching-Gespräch werden Ziele vereinbart, die im Mentorat gemeinsam verfolgt werden. Die Eigenaktivierung der Jugendlichen ist das vorrangige Hauptziel eines Mentorats. Die Jugendlichen entscheiden, wann sie selbstständig ihren Weg gehen und das Mentorat beenden oder reduzieren.

 

Beispiele:

  • Deutschförderung und Hausaufgabenhilfe,
  • Begleitung und Unterstützung bei Behördengängen
  • Hilfe bei der Job- oder Praktikumssuche
  • Stärkenförderung und Orientierungshilfen für berufliche Wege
  • Freizeitunternehmungen
  • Stadterkundungen etc.

 

Zielgruppen:

  • Junge Geflüchtete im Alter von 16 bis 25 Jahren
  • Motivierte und offene Lübecker Bürger/innen

Offene Sprechstunde für das Mentoringprogramm:

  • Donnerstags von 15 bis 18:00 Uhr im FLOW-Büro

M 2 Netzwerk für Psychotherapie und Traumabehandlung

Durch die Gründung eines Netzwerks für Psychotherapie und Traumabehandlung möchten wir die Ressourcen von behandelnden Ärzten und Einrichtungen in Lübeck bündeln und im Sinne einer besseren Versorgung von Geflüchteten unterstützen. Hierbei werden Kooperationstreffen initiiert, Kontakte zu Dolmetscher/innen, vermittelt, ein Verzeichnis über behandelnde Fachärzte erstellt und Geflüchteten über die Möglichkeiten einer Therapie aufgeklärt. Darüber hinaus bieten wir den Geflüchteten die Möglichkeit von onlinebasierten psychosozialen Beratungsgesprächen in ihrer Muttersprache an. Durch die Kooperation mit IPSO e-care wird die Verbindung zu psychosozialen Berater/innen, so genannten E-Counsels, die überall auf der Welt tätig sind, hergestellt. Diese unterstützen die jungen Geflüchteten bei alltäglichen Konflikten durch Gespräche in einem virtuellen, passwortgeschützten Sprechzimmer.

 

Beispiele:

  • Vermittlung von Projektteilnehmenden zur Psychotherapie
  • Aufbau eines Netzwerks für Psychotherapie und Traumabehandlung für Geflüchtete
  • Organisation von Austauschtreffen von behandelnden Ärzt/innen
  • Entwicklung von Hilfsangeboten für Geflüchtete mit Therapiebedarf oder Traumatisierung

 

Zielgruppen:

  • Traumatisierte Geflüchtete im Alter von 16 bis 25 Jahren
  • Psycho- und Traumatherapeut/innen, Ärzt/innen, Dolmetscher/innen, Sozialpädagog/innen
  • Psychotherapeutische Einrichtungen

M 3 Freizeit-, Sport- und Kulturaktivitäten

Aktivitäten in den Bereichen Sport, Musik und Kunst sind hervorragend zur Integration junger Geflüchteter in ihrer neuen Umgebung geeignet. Durch nonverbale Mittel können die Teilnehmenden sich kreativ ausdrücken, vom oftmals belastenden Alltag abschalten und negative Erinnerungen eine Zeitlang vergessen. Sport lenkt ab und fördert dabei die Gesundheit sowie die soziale Stabilisierung durch Aktivität in der Gemeinschaft. Wir ermöglichen Begegnungen mit anderen jungen Menschen und wirken so der gesellschaftlichen Isolation von Geflüchteten entgegen. Das Kennenlernen und die Auseinandersetzung mit hiesigen Kulturstandards und der eigenen kulturellen Identität sind Voraussetzungen für eine gelungene Integration.

 

Beispiele:

  • Vermittlung in Sportvereine und Organisation von Sportaktivitäten
  • Musikprojekt in Kooperation mit Tontalente e.V.
  • Vermittlung von Musikunterricht
  • Vermittlung in Freizeit- und Kulturvereine
  • Gemeinsame Kanufahrten
  • Stadtführungen Ausflüge in die Umgebung
  • Besuche von Museen u.a. Kultureinrichtungen
  • Organisation von (Begegnungs-)Festen
  • Kurse zur interkulturellen Kompetenz
  • Unterstützung bei Schulprojektwochen

 

Zielgruppen:

  • Junge Geflüchtete im Alter von 16 bis 25 Jahren
  • Junge Lübecker/innen mit und ohne Fluchthintergrund

M 4 Orientierungskurse

Jungen Geflüchteten bieten wir Erstorientierung und Integrationswissen an. Dabei handelt es sich um Dialogveranstaltungen mit Fachvorträgen, die von Dolmetscher/innen übersetzt werden oder direkt in der Herkunftssprache der Geflüchteten durchgeführt werden.

 

Beispiele:

Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu Themen wie:

  • Schul- und Ausbildungssystem sowie Berufswahl in Deutschlan, Bewerbungstrainings
  • Medien- und Drogenkonsum
  • Umgang mit der Traumatisierung
  • Empowerment-Trainings, Gewaltpräventionsseminare
  • Asylrecht, Jugendstrafrecht, Vertrags- und Familienrecht
  • Fahrrad- und Verkehrsorientierungskurse
  • "Get your Goal" (Seminar zur Stärkung von Selbstbewusstsein und individuelle Zukunftsplanung)

 

Zielgruppe:

  • Junge Geflüchtete

M 5 Fortbildungen und Willkommenskultur

a) Fortbildungen

Wir bieten ehrenamtlichen Lübecker/innen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, interkulturelle Trainings und Informationsveranstaltungen an, um sie in ihrer freiwilligen Tätigkeit zu unterstützen. Auch Fortbildungen für Lübecker Fachkräfte, die mit Geflüchteten arbeiten, werden von uns organisiert. Ziele sind die Professionalisierung im Umgang mit und in der Unterstützung von geflüchteten Menschen sowie die Vernetzung von Ehrenamtlichen und Fachkräften.

 

Beispiele:

  • Interkulturelle Trainings
  • Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zu Themen wie: Asylrecht, Fluchtursachen, Lebenssituation von Geflüchteten, Unterstützungsmöglichkeiten und ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe, Informationen über die Herkunftsländer von Geflüchteten, Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen, Gesundheitsversorgung, Sprachvermittlung u.v.m.

 

Zielgruppen:

  • Ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätige Einwohner/innen Lübecks
  • Fachkräfte aus den Bereichen Schule, Sozialarbeit, Unterbringung, Medizin, Sprachvermittlung und Übersetzung, Verwaltung, Museum etc.

 

b) Veranstaltungen

Mit Kultur- und Diskussionsveranstaltungen, Filmreihen und Vorträgen um das Themenfeld Flucht und Asyl möchten wir die breite Bevölkerung Lübecks erreichen, zum Dialog einladen und eine positive Willkommenskultur in der Stadt fördern.

 

Beispiele:

  • Vorträge und Diskussionsveranstaltungen zum Themenfeld Flucht und Integration
  • Kulturevents zu Musik, Literatur und Lyrik aus den Herkunftsländern von Geflüchteten
  • Vorführungen von Filmen aus den Heimatländern der in Lübeck lebenden Geflüchteten
  • Benefizveranstaltungen

 

Zielgruppe:

  • Alle Bewohner/innen Lübecks und Umgebung