Wer macht mit?

Junge Geflüchtete

Geflüchtete im Alter von 16 bis 25 Jahren stehen im Zentrum des FLOW-Projektes. Dabei spielt es keine Rolle, welchen Aufenthaltstitel sie haben. Die meisten unserer Teilnehmenden sind erst seit Kurzem in Deutschland. Sie erhalten bei uns Unterstützung beim Deutschlernen, bei der Orientierung im Bereich Schule, Ausbildung und Beruf, bei der Wohnungssuche oder im Kontakt mit Behörden. Der durch FLOW ermöglichte Zugang zu Kultur-, Sport- und Freizeitaktivitäten erleichtert ihre Integration in der neuen Umgebung. Bereits etwas länger hier lebende Projektteilnehmende unterstützen wiederum die ganz neu nach Lübeck kommenden jungen Geflüchteten.


Eltern und Erziehungsberechtigte junger Geflüchteter

Eltern junger Geflüchteter befinden sich selbst in einer belastenden Lebenssituation sodass sie ihre Kinder oftmals nicht ausreichend unterstützen können. Durch die neue Lebenssituation sind sie manchmal verunsichert in der Erziehung ihrer Kinder. FLOW bietet ihnen Informationen über das hiesige Schul-, Ausbildungs- und Gesellschaftssystem sowie die Möglichkeit des Austauschs über pädagogische Fragen. Die teilnehmenden Eltern im FLOW-Projekt sind an Informationen und Austausch interessiert und möchten ihre Kinder in der neuen Umgebung sinnvoll unterstützen.


Mentor/innen

Unsere Mentorinnen und Mentoren sind Lübecker Einwohner/innen zwischen 17 und 75 Jahren. Sie haben die unterschiedlichsten persönlichen und beruflichen Hintergründe und engagieren sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit. Es sind äußerst engagierte Menschen, die sich mit Herz und Verstand für einzelne junge Geflüchtete und deren Integration einsetzen. Sie verstehen sich als Unterstützergruppe, treffen sich regelmäßig, tauschen sich aus und beraten sich gegenseitig. Im Rahmen des FLOW-Projektes können sie an Schulungen und Fortbildungen teilnehmen, welche sie bei ihrem Ehrenamt unterstützen.


Psycho- und Traumatherapeut/innen, Dolmetscher/innen

Lübecker Psycho- und Traumatherapeut/innen sowie psychiatrische Kliniken und Einrichtungen werden durch das Projekt FLOW bei ihrer Arbeit durch Austausch, Beratung und Vermittlung von Geflüchteten unterstützt. Muttersprachliche psychosoziale Berater/innen (e-Counsels) im In- und Ausland unterstützen die jungen Flüchtlinge (Mentees) mit onlinebasierten Beratungsgesprächen, die wir ihnen durch die Kooperation mit IPSO e-care ermöglichen. Dieses Beratungsangebot wird beständig vergrößert und soll auf möglichst viele Sprachen und Regionen ausgeweitet werden.


Fachkräfte aus Schule, Sozialarbeit und Betreuung, Verwaltung etc.

Fachkräfte, die mit Geflüchteten arbeiten, zum Beispiel Lehrer/innen, Sozialpädagog/innen, Erzieher/innen, aber auch Angestellte aus Behörden, öffentlichen Einrichtungen und sozialen Verbänden, Rechtsanwälte, Psycholog/innen, Ärzt/innen sowie Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit nehmen an unseren Fortbildungen teil. Gleichzeitig engagieren sich Fachkräfte, die besondere Erfahrungen mit Geflüchteten haben, bzw. über spezielle Kenntnisse im Bereich Flucht und Asyl verfügen als Referent/innen im FLOW-Projekt.


Bewohner/innen Lübecks (Aufnahmegesellschaft)

Die Bevölkerung Lübecks kann sich durch unsere öffentlichen Kunst-, Kultur- und Diskussionsveranstaltungen, Filmreihen und Vorträge über das Thema Flucht und Asyl sowie über Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements für Geflüchtete informieren und austauschen. Zahlreiche Lübecker Bürger/innen bieten dem FLOW-Projekt auf unterschiedlichste Weise und sehr engagiert ihre Unterstützung für junge Flüchtlinge an. An einer gelebten Willkommenskultur bereits Interessierte und Engagierte werden durch FLOW unterstützt, andere werden dafür gewonnen.